Tatsächliche Breite
Die tatsächliche Breite gibt das Maß einschließlich der Fahrzeugaußenspiegel an. Das Zeichen kann in einer Überleitungstafel oder in einer Verschwenkungstafel oder in einer Fahrstreifentafel integriert sein. Dann bezieht sich das Verbot nur auf den jeweiligen Fahrstreifen, für den das Verbot angeordnet ist.
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Wenn du das Zeichen siehst
Prüfe, ob die tatsächliche Breite deines Fahrzeugs einschließlich der Außenspiegel den angegebenen Wert überschreitet. Ist das Fahrzeug breiter, darfst du den gesperrten Abschnitt beziehungsweise den gekennzeichneten Fahrstreifen nicht benutzen und musst rechtzeitig eine andere Strecke oder einen zulässigen Fahrstreifen wählen.
Regeln
- Das Verbot gilt für Fahrzeuge, deren tatsächliche Breite größer als die auf dem Zeichen angegebene Breite ist.
- Für die Breitenprüfung zählen die Fahrzeugaußenspiegel mit.
- Entspricht die tatsächliche Breite genau dem angegebenen Höchstmaß, darf der Abschnitt grundsätzlich befahren werden.
- Ist Zeichen 264 in eine Überleitungs-, Verschwenkungs- oder Fahrstreifentafel integriert, gilt das Verbot nur für den dort bezeichneten Fahrstreifen.
Tipps
- Informiere dich vor der Fahrt über die tatsächliche Breite deines Fahrzeugs einschließlich ausgeklappter Außenspiegel; die Angabe im Fahrzeugschein kann dafür allein nicht ausreichen.
- Ordne dich an Baustellen frühzeitig auf einem Fahrstreifen ein, der für deine Fahrzeugbreite freigegeben ist.
- Schätze die Breite nicht nur nach der Karosserie: Besonders bei SUV, Transportern und Wohnmobilen ragen die Spiegel deutlich heraus.
- Klappe die Spiegel nicht ein, um ein bestehendes Breitenverbot zu umgehen; maßgeblich ist die tatsächliche Fahrzeugbreite einschließlich der Außenspiegel.
Häufige Missverständnisse
- Die im Fahrzeugschein unter Feld 19 angegebene Breite wird ungeprüft verwendet, obwohl Außenspiegel bei dieser Maßangabe regelmäßig nicht berücksichtigt sind.
- Das Zeichen wird als allgemeines Durchfahrtsverbot missverstanden. Tatsächlich dürfen Fahrzeuge bis einschließlich der angegebenen Breite weiterfahren.
- Bei einer Fahrstreifentafel wird angenommen, das Verbot gelte für die gesamte Straße, obwohl es nur dem gekennzeichneten Fahrstreifen zugeordnet sein kann.
Prüfungstipp
Eine typische Prüfungsfalle ist die Frage nach der maßgeblichen Breite: Entscheidend ist nicht nur die Breite der Karosserie oder die Angabe im Fahrzeugschein, sondern die tatsächliche Breite einschließlich der Außenspiegel.
Wusstest du schon
Zeichen 264 wird besonders häufig an Baustellen mit verengten Fahrstreifen eingesetzt. Die ausdrückliche Einbeziehung der Außenspiegel ist wichtig, weil viele Pkw dadurch deutlich breiter sind als die in den Fahrzeugpapieren ausgewiesene Karosseriebreite.
Häufige Fragen
Darf ich bei einer Angabe von 2,00 m mit einem genau 2,00 m breiten Fahrzeug weiterfahren?
Ja, denn verboten sind Fahrzeuge, deren tatsächliche Breite den angegebenen Wert überschreitet. Die Außenspiegel müssen bei den 2,00 m bereits mitgerechnet sein.
Welche Breite finde ich im Fahrzeugschein?
In der Zulassungsbescheinigung Teil I steht die Fahrzeugbreite in Feld 19. Diese Maßangabe berücksichtigt die Außenspiegel regelmäßig nicht, weshalb du für Zeichen 264 die tatsächliche Gesamtbreite einschließlich der Spiegel kennen musst.
Gilt Zeichen 264 auch für Pkw?
Ja, das Zeichen gilt unabhängig von der Fahrzeugart. Auch ein Pkw darf den Abschnitt oder Fahrstreifen nicht benutzen, wenn seine tatsächliche Breite einschließlich Außenspiegel das angegebene Maß überschreitet.
Gilt das Breitenverbot immer für die gesamte Fahrbahn?
Nein. Ist das Zeichen in eine Überleitungs-, Verschwenkungs- oder Fahrstreifentafel integriert, kann das Verbot nur für den zugeordneten Fahrstreifen gelten.
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